Blumenkastenfilter

Warum nutzt man einen Blumenkastenfilter und keinen Hochleistungs-Außenfilter?

Der Vorteil von einem Blumenkastenfilter ist, dass die Pflanzen das Nitrat und Nitrit aus dem Wasser wie Dünger aufnehmen und in neue Blätter usw. umwandeln. Bei Bepflanzung mit fressbaren Pflanzen dienen diese auch als Futter.

 

Blumenkastenfilter kann man in verschiedenen Ausführungen und Größen bauen.

Innenfilter und eingeklebter Scheibe mit Pflanzen

Als Filter habe ich eine viereckige Plastikschale mit Deckel gewählt. Ringsherum habe ich kleine Löcher in die Plastikschale gebohrt und auch in den Deckel. Die „kleine“ Innenpumpe wird zusammen mit dem Filtermaterial in der Plastikschale verstaut. Durch ein ausgeschnittenes Loch in den Deckel kommen das Pumpenkabel und auch der Plastikschlauch, durch welchen die Innenpumpe das Aquarienwasser in die eingeklebte Glasscheibe pumpt. Dadurch dass man die Glasscheibe leicht schräg einklebt, läuft das Wasser automatisch wieder langsam ins Aquarium. Entweder Sie fragen bei Ihrem Glaser um die Ecke nach, ob er Ihnen eine Glasscheibe nach Ihren Wünschen schneidet oder Sie zerschneiden ein gebrauchtes Aquarium in Ihrer Wunschgröße mit einem Glasschneider zusammen. Tipp von mir: Pfeilen Sie die geschnittenen Kanten.



In der rechten Ecke sehen Sie den Pumpkasten und darüber die eingeklebte Glasscheibe. Sie können auch den "Out"-Schlauch von einer Außenpumpe in den Blumenkastenfilter laufen lassen.

geeignete Pflanzen

In den Blumenkastenfilter können nun ungiftige Pflanzen für Schildkröten gepflanzt werden, wie zum Beispiel: Grünlilie, Efeutute, Zyperngras und andere sich im Wasser haltende Pflanzen.

Alle Pflanzen werden vor dem Einsetzten mindestens noch 2 Monate auf der Fensterbank gegossen, damit für die Schildkröten schädliche Dünger, Pestizide usw. ausgeschwemmt wird.

Nach diesen 2 Monaten können dann die Pflanzen OHNE Erde in das Lavagranulat eingesetzt werden. Am besten funktioniert dies, indem man zuerst den Topf löst, dann so viel Erde wie möglich entfernt und unter fließendem Wasser die restliche Erde von den Wurzeln abspült.


Giftige Pflanzen halten sich auch hervorragend im Blumenkastenfilter, jedoch müssen wir darauf achten, dass unsere Lieblinge nicht davon abbeißen und fressen.

Wie zum Beispiel: Lucky Bamboo, Einblatt, Monstera und so weiter.


Blumenkastenfilter mit einem richtigen Blumenkasten:

Um einen Blumenkastenfilter zu bauen, benötigen Sie als Erstes einen Blumenkasten. Für die geeignete Beckengröße ab

150 x 50 x 50 cm empfehle ich einen 1 Meter Blumenkasten.

In dem Blumenkasten werden entweder mehrere kleine Löcher als "Überlauf" gebohrt oder ein großes, damit dort ein Schlauch oder ein entsprechendes gebogenes Schlauchstück die Wasserzirkulation aufrechterhält.

In der Regel wird noch eine kleine Pumpe angeschlossen, die das Wasser aus dem Aquarium in den Blumenkastenfilter befördert.

 


Wenn Sie möchten, können Sie den Blumenkastenfilter mit Lavagranulat befüllen und

ab und an auch ein Stück Filtermatte mit einbauen, damit der Blumenkastenfilter seinem Namen auch gerecht werden kann.


So sieht mein Blumenkastenfilter aus.

Teichkörbe / Pflenzenwurzeln

Wenn Sie keine Möglichkeit haben, einen Blumenkastenfilter zu nutzen, kann ich die Nutzung von Teichkörben mit Blumendraht empfehlen.

Der Blumendraht wird durch den Teichkorb gefädelt und wird oben an der Glasscheibe des Aquariums befestigt, sodass der Teichkorb nur ein paar Zentimeter in Wasser hängt. Nur die Wurzeln der Pflanzen befinden sich im Wasser. Steht die ganze Pflanze im Wasser (besonders Grünlilie), so fängt diese an einzugehen.


So sehen dann die "bepflanzten" Teichkörbe aus.